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FAME Studie

Im Jahre 2009 wurde eine international durchgeführte Studie veröffentlicht, die die Druckdrahtmessung als Goldstandart für die Abklärung von Engstellen während einer Herzkatheteruntersuchung bestätigt hat.

Die FAME genannte Studie ist eine Untersuchung, die heutzutage die  höchsten Kriterien einer Studie erfüllt. Mehr als 1.000 Patienten mit Brustschmerzen bei körperlicher Anstrengung (stabiler Angina Pectoris) nahmen teil, bei denen mehrere Koronargefäße verengt waren.

 

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Zwei Gruppen wurden durch Los (Randomisierung) gebildet: Die Teilnehmer der ersten Gruppe bekamen auf Grund der alleinigen Ergebnisse der Angiographie Stents eingesetzt. Bei den Patienten der zweiten Gruppe untersuchten die Ärzte die Stenosen zuerst mit der FFR-Messung. Nur wenn der Blutfluss eindeutig eingeschränkt war, wurde in die verengte Stelle ein Stent eingesetzt.

Bis zu einem Jahr nach den Eingriffen waren 18,3 Prozent der „Angiographie-Gruppe“ von einem sog. „schwerwiegenden Ereignis“ betroffen, wie z.B. erneute Eingriffe oder Herzinfarkt, aber nur 13,2% in der „FFR-Messgruppe“. Außerdem sank die Zahl der implantierten Stents um 30% und blieb auch nach zwei Jahren stabil.

Eine weitere wichtige Information aus der Studie war, dass trotz der zusätzlichen FFR-Messung die Untersuchungs- bzw. Behandlungszeiten in der FFR-Gruppe nicht länger waren, auch die Röntgenstrahlung und die Menge an Kontrastmittel war vergleichbar.